Schreiben! Aber womit?

365_August25

Bildnachweis: Charlott_L (CC BY-NC-ND 2.0)

Ich habe immer noch keine gute Antwort auf die Frage gefunden, mit welchem Werkzeug man seine Texte am besten zu Medium bringt. Und dabei habe ich sie beinahe alle durch.

Bleistift, Kuli oder Füllfeder liegen natürlich auf (in) der Hand, sind aber – abgesehen vom privaten Tagebuch und von schnellen Notizen – in der heutigen Zeit völlig sinnlos. Was nützt mir der Charme des alten Schreibwerkzeugs, wenn ich meine Texte nachher sowieso abtippen muss?

Der PC oder der Laptop wäre natürlich das Werkzeug der Wahl, und in Kombination mit dem Editor Q10, den ich an dieser Stelle jedem Schreibenden wärmstens ans Herz legen möchte, könnte ich den Artikel getrost an dieser Stelle enden lassen.

So einfach ist es aber leider nicht: Ich habe nur selten die Möglichkeit, an einem “echten” Rechner zu arbeiten. Zumindest was das Schreiben betrifft. Dazu komme ich derzeit nur, wenn ich unterwegs bin. Also im Bus oder in der Bahn.

Eine Zeit lang habe ich mein Glück mit meinem Samsung Galaxy S versucht. Ich war der Idee verfallen, mir ein externes Keyboard für das Ding zu beschaffen, das ich über Bluetooth anbinden würde. Und ich muss sagen, die Lösung war und ist gar nicht mal so schlecht: Das Keyboard funktioniert erstaunlich gut, die Ergonomie ist ganz passabel (Klapptastatur halt) und es ist mir tatsächlich gelungen, eine Kurzgeschichte damit zu verfassen.

Glücklich wird man damit aber nicht, denn auch wenn das externe Keyboard den Nebeneffekt hat, dass nun der gesamte Bildschirm des Smartphones zur Anzeige des Textes genutzt werden kann, ist und bleibt eben jener Bildschirm verdammt klein. Und wenn einem das Telefon zum 8. Mal von der winzigen Halterung rutscht, um hernach unsanft auf dem Boden eines Schnellbahnwaggons zu landen, beginnt man zu zweifeln.

Was ich bis heute nicht verstehe, ist, dass ich einmal ein Jugendbuch (wenn ich mich recht erinnere so um die 50.000 Wörter) fast zur Gänze auf einem Sony Clie geschrieben habe. Mit Stylus. Das Buch war Schrott, der Clie ist es mittlerweile auch. Aber ich habe ihn geliebt. Und diese Graffiti-Schrift beherrsche ich noch immer.

Diesen Artikel schreibe ich übrigens auf einem Galaxy Pad. Die manuelle Fehlerkorrektur im (häufigen) Falle eines Tippfehlers ist ein wildes Herumgetouche auf dem Touchscreen. Es dauert, bis der Cursor dort steht, wo er soll – da kann schon mal ein Gedanke verloren gehen. Vielleicht ist das aber einfach nur Übungssache.

Was mir noch bleibt ist der Versuch mit einem Netbook. Damit könnten sich viele Fliegen mit einer Klappe schlagen lassen: Tastatur, vollwertiges Betriebssystem mit vollwertigem Browser, geringes Gewicht, etc. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Wenn Sie Anregungen für mich haben, schreiben Sie mir bitte! Ich bin für alles offen, was mir dabei hilft, mich mehr mit dem Text zu befassen, als mit dem Werkzeug!

Ihr Lapideus

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